Transition studies in flowering plants

 Rolf Baumberger

SUMMARY                                        2022  

Die Theorie bestimmt die Struktur   

Wir haben jetzt Einblick in mindestens sechs sehr dynamische Systeme. Drei sind hier erwähnt. Von West nach Ost sind dies Diplacus in Kalifornien (USA), Ipomopsis in Colorado (USA),  und Silene im Unterengadin (Schweiz). Dabei handelt es sich immer um eng verwandte Artenpaare oder Varianten, die sich an ihren Kontaktzonen dynamisch zu Gunsten des Trockenheitsliebenderen Partners verändern können. Die Transformation erfolgt höhenstufen-mässig meist von unten nach oben.  Alle Pflanzenarten sind mehrjährig. Es ist daher möglich, diese zu markieren und zu untersuchen, ob die Transformation auf individueller Ebene stattfindet, was immer der Fall ist, ausser bei Ipomopsis, wo eine solche Untersuchung nicht sinnvoll erscheint, weil die Pflanze nur einmal blüht, bevor sie abstirbt.

Wir wissen dies für Diplacus puniceus oder australis, für Ipomopsis A/B und Silene A/B mit Sicherheit. Die Individuen verändern sich allmählich mehr oder weniger schnell innerhalb von 5-15 Jahren. Pflanzen im Übergang zeigen dies immer an der Farbe ihrer Knospen. Die Farbe der Knospen gibt tendenziell ihre Zielfarbe an. Neben der Farbe in der Entwicklung können sich aber auch die Blütenform, die Blütezeit, der Blütenduft und die saisonale Blütezeit ändern. Auch vegetative Veränderungen treten auf. Bei allen drei Pflanzenpaaren wird ein transitiver Bestäuberwechsel durchgeführt. Die Umwandlung einer Individualpflanze ist 
partiell (15-70%). Der neu  erworbene Zustand kann jedoch vererbt werden. Der Genpool in einer transitiver Population ändert sich dabei in jedem Fall.

Es gibt Hinweise darauf, dass ein Mosaikmuster genomweit vorhanden ist. Das bedeutet, dass nicht alle Zellen des Pflanzengewebes derselben Pflanze während der Transformation genau das gleiche genomische Design aufweisen. Daraus folgt die Hypothese, dass sich eine Pflanze nach einem Übergang sowohl morphologisch als auch genetisch verändernkann. Darüber hinaus lässt sich dieser Übergang bei allen drei genannten Arten im Phasenraum beobachten. Dort kann man den Prozess vom Anfang bis zum Ende sehen. Die Werte der transitiven Pflanzen bewegen sich auf sogenannten Trajektorien.
Es kann also keinen zufälligen Prozess im herkömmlichen Sinne sein. Vielmehr offenbart diese Darstellung die quantentheoretische Natur dieses Prozesses. Das Ziel ist bereits sichtbar, bevor es erreicht wird. 
Es sollte auch erwähnt werden, dass dieser Phasenraum nicht absolut, sondern relativ ist. Die quantentheoretische Entwicklung ist also das Ergebnis dieses theoretisch veränderten und entscheidenden Phasenraums.
Die relativen Parameter bestimmen also in der Theorie die endgültige Struktur und nicht umgekehrt. - Bei der Langzeitbeobachtung instabiler Artenpaare - früher als Hybridzonen bezeichnet - kann man auf die evolutionäre Natur solcher Ereignisse stoßen.

 

The theory determines the structure.   

We now have insight into at least six very dynamic systems. Three are mentioned here. From west to east, these are
Diplacus in California (USA), Ipomopsis in Colorado (USA), and Silene in the Lower Engadine (Switzerland). These are always closely related species pairs or variants that can dynamically change at their contact zones in favor of the more drought-loving partner. The transformation usually occurs from bottom to top in terms of elevation. All plant species are perennial. It is, therefore possible to mark them and investigate whether transformation occurs at the individual level, which is always the case, except for Ipomopsis, where such an investigation does not seem helpful because the plant flowers only once before it die.

We know this for
Diplacus puniceus or australis, and Ipomopsis A/B and Silene A/B with certainty. Individuals change gradually, more or less rapidly over 5-15 years. Plants in transition always show this by the color of their buds. The color of the buds tends to indicate their target color. However, in addition to color in development, flower shape, bloom time, flower fragrance, and seasonal bloom time can also change. Vegetative changes also occur. Transitive pollinator change occurs in all three pairs of plants. The transformation of an individual plant is partial (15-70%). However, the newly acquired state can be inherited—the gene pool in a transitive population change in any case.

There is evidence that a mosaic pattern is present genome-wide, which means that not all cells of the plant tissue of the same plant have the same genomic design during transformation. We hypothesize that a plant can change morphologically and genetically after a transition. Moreover, this transition can be observed in phase space in all three species mentioned. There, one can see the process from the beginning to the end. The values of transitive plants move on so-called trajectories.
Thus, it cannot be a random process in the conventional sense. Instead, this representation reveals the quantum theoretical nature of this process. The goal is already visible before it is reached. 
It should also be mentioned that this phase space is not absolute but relative. Thus, the quantum theoretical development is the result of this theoretically modified and decisive phase space.
Thus, the relative parameters determine the final structure in theory, not vice versa. - In the long-term observation of unstable species pairs - formerly called hybrid zones - one can see the evolutionary nature of such events.  


  

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